Arbeitsstand

Zu Beginn des Projektes wurde der aktuelle Bestand des Bahn- und Regionalbusangebots sowie der zugehörigen Infrastruktur erfasst. Darüber hinaus ist ausgewertet worden, welche ergänzenden Planwerke und Gutachten Aussagen zur Entwicklung des ÖPNV im Saarland treffen.

Im Anschluss wurde ein Zielsystem aufgebaut und Qualitätsindikatoren für einzelne Teilziele  festgelegt. Ausgangswerte werden derzeit über eine repräsentative Nutzer- und Nichtnutzer-Befragung ermittelt, die im Rahmen des parallel beauftragten Tarifgutachtens durchgeführt wird. Das Zielsystem und die Qualitätsstandards steuern die Ausrichtung des Maßnahmenkonzeptes.

Zielsystem und Qualitätsstandards

Für den VEP ÖPNV ist ein zweistufiges Zielsystem aus acht Oberzielen mit jeweils mehreren Teilzielen entwickelt worden. Die Oberziele definieren allgemeine Zielsetzungen für den ÖPNV im Saarland und werden durch die jeweiligen Teilziele konkretisiert. Sie lauten:

  • einfacher Systemzugang
  • gleichberechtigte Teilhabe für alle
  • gute Erreichbarkeit
  • vernetzter Umweltverbund
  • hohe Umweltqualität
  • effizienter Ressourceneinsatz
  • hohe Nutzerzufriedenheit
  • positives Image

Für jedes Teilziel sind Qualitätsindikatoren definiert worden, mit denen die Qualität des ÖPNV messbar gemacht wird. Mit den definierten Qualitätsindikatoren besteht die Möglichkeit, die Qualitätsentwicklung im ÖPNV in regelmäßigen Abständen zu überwachen.

Das vollständige Zielsystem mit den definierten Qualitätsindikatoren finden Sie hier zum Download.

 

Maßnahmenkonzeption

Aktuell beginnt die Maßnahmenkonzeption des VEP ÖPNV, die in drei Phasen erfolgt:

  • Ideenphase
  • Konkretisierungsphase
  • Bewertungsphase

In der Ideenphase werden auf Grundlage der gutachterlichen Bestandserfassung, den Anregungen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung sowie der Arbeit des Projektbeirats, Ideen für die Gestaltung des landesweiten ÖPNV-Netzes sowie Rahmenvorgaben für den gesamten ÖPNV im Saarland entwickelt. In der zweiten Phase werden diese konkretisiert und mit Kenngrößen hinterlegt. Für Maßnahmen im Verkehrsangebot wird hier beispielsweise festgelegt, wie oft und über welchen Linienweg ein Zug oder Bus verkehren soll und wann die erste und letzte Fahrt stattfinden soll. Mit diesem Schritt wird die Grundlage für die Bewertung der Maßnahmen geschaffen.

Im dritten Schritt erfolgt eine fundierte Bewertung der Maßnahmen. Maßnahmen im Verkehrsangebot und in der Streckeninfrastruktur des Schienenverkehr werden dabei mit einem Verkehrsmodell bewertet und die Kosten sowie Wirkungen auf die Nachfrage abgeschätzt. Wirkungen organisatorischer und weicher Maßnahmen (etwa Komfortverbesserungen oder Anschlusssicherungen) werden hingegen sowohl auf Grundlage von Erfahrungswerten abgeschätzt bzw. verbal-argumentativ begründet.

Für ein zuletzt abgestimmtes Maßnahmenkonzept wird abschließend eine Strategische Umweltprüfung  (SUP) durchgeführt.

 

Öffentlichkeitsbeteiligung

Zum Auftakt des Projektes erfolgte eine öffentliche Auftaktveranstaltung, bei der interessierte Bürgerinnen und Bürger sich für den VEP ÖPNV informieren und Anregungen für die Erarbeitung des VEP ÖPNV abgeben konnten. Parallel erfolgt projektbegleitende Beteiligung als Online-Beteiligung über diese Homepage. Die Beteiligung ist weiterhin hier möglich.

 

Zeitplanung

Aufgrund von Verzögerungen beim Aufbau des landesweiten Verkehrsmodells für das Saarland, das für den Verkehrsentwicklungsplan zur Verfügung gestellt werden sollte sowie aktuell weiteren Gutachten (z. B. zur Novellierung des SaarVV-Tarifs) ist die Projektdauer verlängert worden. Die Konzeptionsphase läuft seit Juni 2018. Ein erster Berichtsentwurf ist im Frühjahr 2019 zu erwarten.